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GreenVisions: Energieeffizienz in der Wirtschaft

In Berlin trafen Unternehmer auf Dienstleister der Energiebranche um sich mit dem Thema Effizienz in der Wirtschaft zu beschäftigen.

Vier hochkarätige Redner, unter anderem auch bettervests eigener CFO, Harald, gaben uns einen Einblick in ihre Arbeit zum Thema Energieeffizienz in der Wirtschaft. Anschließend wurden in einer Gruppendiskussion Ideen und Meinungen ausgetauscht. Die vier Themen, Effizienztechnologie, Förderprogramme, Umsetzungsprobleme und Grüne Zukunftsvisionen wurden genauer unter die Lupe genommen. In diesem Blogpost erfährst du einiges über Player, die den Effizienz-Markt beeinflussen, die Politiker, die ihn lenken, sowie Verbände, die sich mit ihm auseinandersetzen.

Das Event wurde von dem BDS Berlin (Bund der Selbstständigen) und der bettervest GmbH veranstaltet und durch INFRANEU (Hauptverband für den Ausbau der Infrastrukturen und Nachhaltigkeit) und die GLS Bank unterstützt.

Prof. Dr. Dieter Flämig. Geschäftsführender stellvertretender Vorsitzender des Hauptverbandes für den Ausbau der Infrastrukturen und Nachhaltigkeit, kurz INFRANEU genannt.

Prof. Dr. Dieter Flämig. Geschäftsführender stellvertretender Vorsitzender des Hauptverbandes für den Ausbau der Infrastrukturen und Nachhaltigkeit, kurz INFRANEU genannt.

„Wir Brauchen einen Paradigmenwechsel“

Um die Schäden des Klimawandels in Grenzen zu halten, so Prof. Dr. Dieter Flämig, dürfen wir bis Mitte des 21. Jahrhundert nur eine Tonne CO2 pro Person in einem Jahr ausstoßen. Das heißt, unser Verbrauch müsste auf 10% des heutigen Pro-Kopf-Ausstoßes sinken. Unter den acht Strategien der Ressourceneffizienz die Dr. Flämig in seinem Vortrag hervorhebt, spielt auch die Energieeffizienz eine äußerst wichtige Rolle für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende. Das Potenzial in Deutschland ist groß. Es gibt unter anderem 186.000 ausbesserungsbedürftige öffentliche Gebäude, darüber hinaus arbeiten nur 23% der Warmwassererzeuger und Heizanlagen effizient und etliche Millionen veraltete Waschmaschinen, Geschirrspüler und Kühlgeräte, etc., warten nur darauf, ersetzt zu werden. Um diese Ineffizienz zu beseitigen, brauchen wir nicht nur genügend finanzielle Mittel, sondern einen Paradigmenwechsel.

Bedauerlicherweise ist verantwortungslose Verschwendung noch die Regel, da Ressourcen wie Luft, Wasser oder Wärme nicht mit Ihren eigentlichen Werten in Produktionsprozesse eingepreist sind. Das müsse sich ändern, so Fläming. Flämig betont „wir sind nicht eine Welt neben der Welt”, sondern müssen eine „zukunftsfähige Kultur der Mäßigung, der ökologischen Sensibilität, der Partizipation und Balance“ schaffen in der die Kosten des heutigen Wohlstands nicht abgewälzt werden. Im Rahmen der Demokratie sollen Bürgerinnen und Bürger an Entscheidungen bezüglich unserer Energieversorgung teilnehmen und auch in Klimaschutzprojekte investieren. Nur so könne eine Wandlung zur Nachhaltigkeitsgesellschaft gelingen.

Das kürzlich erschienene Buch Weiter Denken: von der Energiewende zur Nachhaltigkeitsgesellschaft von Prof. Dr. Flämig und Dr. Lothar de Maizière – quasi ein Fahrplan für eine treibhausneutrale Zukunft – schlägt ein neues in der Zivilgesellschaft verankertes Finanzierungsinstrument vor. Als vierte Säule der deutschen Altersversorgung könne eine obligatorische „Klimaschutz-Rente“ einen ökologischen sowie ökonomischen Strukturwandel in Gang setzten. Das Geld von Renteneinzahlern wird ausschließlich in nachhaltige Projekte investiert. Somit sei das deutsche soziale Sicherungssystem an ein nachhaltiges und langfristiges Vorsorgesparen gekoppelt, in dem die Gesundheit von Mensch und Natur im Mittelpunkt steht.

Die geschätzten 300 Billionen Euro, die wir für diesen gigantischen Umbau über die nächsten hundert Jahre benötigen, entsprechen in etwa dem Kostenvolumen der deutschen Einheit. Fazit: das Mammut-Projekt ist durchaus machbar.

Dr. Julia Verlinden, MdB. Sprecherin für Energiepolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag.

Dr. Julia Verlinden, MdB. Sprecherin für Energiepolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag.

Sticks and Carrots: Förderinstrumente

Als einzige Vertreterin der Politik gab Bundestags-Abgeordnete Dr. Julia Verlinden uns einen kritischen Einblick in die derzeitigen Fördermaßnamen, die Firmen aktuell bei der Implementierung von energieeffizienten Maßnahmen zur Verfügung stehen.

Dr. Verlinden ist der Meinung, dass Energieeffizienz nicht nur ein wichtiger, sondern der größte Bestandteil der Energiewende ist. Doch die staatlichen Fördermittel seien bisher enttäuschend: sie seien entweder zu einschränkend, unangebracht oder nicht durchdacht. Sie schlägt vor, dass z.B. Rabatte auf Strom nur dann gewährtet werden, wenn erste Effizienz-Maßnahmen ergriffen wurden. Dafür seien offizielle Effizienz-Benchmarks an denen Firmen sich orientieren können notwendig. Zurzeit fehlten diese. Dr. Verlinden fordert deswegen offene Rahmenbedingungen mit weniger Bürokratie, konkreteren Richtlinien und schlichtweg mehr Geld, um den Energieeffizienz-Markt in Schwung zu bringen. Neben Förderung bräuchte man allerdings auch wirksame Preissignale, die zur Dekarbonisierung beitragen.

Mit dem EU-Emissionshandel sind die ersten Grundsteine gelegt worden, doch der schwache Preis übt wenig Druck auf die Industrie aus. Erst bei 30€ pro Tonne CO2 würden Firmen den Drang, effizienter zu agieren oder ihre Prozesse gänzlich klimafreundlich zu strukturieren, spüren, so Dr. Verlinden.

Ab dann wird auch die Drohung der sogenannten „stranded assets“ an Bedeutung gewinnen. Momentan sind Kohle-, Öl- und Gasreserven deutlich überbewertet. Die Wertschätzungen weltweiter Reserven stehen nämlich im Widerspruch zu dem erklärten Ziel von COP21 (UN-Klimakonferenz in Paris im Jahr 2015), die Erderwärmung unter 2°C zu begrenzen. Wenn ein Großteil dieser Reserven verbrennt werden würde, ist der Emissionsausstoß so hoch, dass wir die zwei Grad Grenze deutlich überschreiten würden. Sobald Investoren zur Erkenntnis kommen, dass die Risiken viel höher sind als zuvor kalkuliert, platzt auch die aufgeblähte Investitionsblase, wonach Anlagen in fossile Brennstoffe an Wert verlieren werden oder sogar vollkommen als wertlos eingestuft werden müssen.

Claire Range. Managerin für Energieeffizienz bei der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF), das erste unabhängige, branchenübergreifende Netzwerk von Vorreiterunternehmen und -organisationen, die für eine ambitionierte und effektive Energieeffizienzpolitik eintreten.

Claire Range. Managerin für Energieeffizienz bei der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF), das erste unabhängige, branchenübergreifende Netzwerk von Vorreiterunternehmen und -organisationen, die für eine ambitionierte und effektive Energieeffizienzpolitik eintreten.

Energieeffizienz braucht einen starken Markt

Claire Range von der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V, kurz DENEFF, berichtete über die Ergebnisse einer Umfrage unter Anbietern am Energieeffizienzmarkt, an der auch bettervest teilnahm. Die Initiative veröffentlicht jährlich einen solchen „Branchenmonitor“, welcher einen Überblick über den Energieeffizienzmarkt verschafft und Trends, Erfolgsfaktoren und Herausforderungen identifiziert. Beispielsweise stieg der Umsatz deutschlandweit von 2014 bis 2015 um 10%. Derweil wurden eine halbe Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Um auf diesem Kurs zu bleiben, braucht der Markt dringend deutliche Impulse, betont Range. Wichtigster Antrieb für den wachsenden Markt, laut Umfrage des Branchenmonitors, sind die politischen Rahmenbedingungen. Sendet die Politik ein eindeutiges Signal, bekommt die Branche die notwendige Unterstützung und Klarheit, um den Schritt zu wagen. Wie auch Dr. Verlinden erläuterte, bietet das momentane „Sammelsurium von Förderprogrammen“ zwar eine bunte Vielfalt, birgt aber auch Fehlanreize und einen Mangel an branchen- und technologie-übergreifenden Lösungen.

Besonders wichtig ist die monetäre Förderung. Obwohl große Einsparpotentiale wirtschaftlich realisierbar sind, werden diese in der Industrie selten gehoben. Das liegt vor allem daran, dass solche Investitionen sich nur langfristig rentieren. Leider sind Firmen in der Regel eher auf Kurzfristigkeit programmiert; alles was eine lange Amortisierungsperiode hat, wird eher als kostspielig bewertet. Genau deshalb sind Investitionszuschüsse oder -prämien besonders gefragt. Wo die Politik nachhinkt, ergänzen alternative Finanzierungsformen wie Crowdfunding oder Genossenschaften klassische Finanzierungsnagebote.

Harald Schottenloher. CFO und Vertrieb bei der bettervest GmbH.

Harald Schottenloher. CFO und Vertrieb bei der bettervest GmbH.

Crowdinvesting für Energieeffizienz

Harald stellte in diesem Zusammenhang das alternative Finanzierungsangebot von bettervest vor. bettervest ermöglicht die zivilgesellschaftliche Partizipation, die für eine Nachhaltigkeitsgesellschaft so bedeutsam ist. Darüber hinaus kann durch Crowdinvesting auf Fördermittel verzichtet werden oder gezielt in Kombination mit solchen staatlichen Quellen genutzt werden. bettervests Fokus auf Energieeffizienz trägt dazu bei, die von Dr. Verlinden erwähnte Lücke nicht nur in Deutschland, sondern weltweit zu füllen.

Aktuelle Projekte der bettervest GmbH findest du hier.

Gruppendiskussion

Gruppendiskussion

Unsere neue Junior Marketing Managerin stellt sich vor

Hallo liebe Bettervestoren!

Ich bin Astrid und seit letzter Woche das neueste Teammitglied von bettervest! Ich komme aus Gent in Belgien, habe aber schon in Deutschland, Singapur und Großbritannien gelebt.

Das Thema Klimawandel hat mich schon immer fasziniert und seit An Inconvenient Truth zutiefst beunruhigt. Vor kurzem absolvierte ich mein Master-Studium in Wirtschafts-Soziologie an der London School of Economics and Political Science, wo ich mich umfangreich befasst habe mit der Energiewende, die Klimaschutzpolitik und den Emissionshandel. Besonders angetan hat mich die kulturelle Wandlung gegenüber Investitionsrisiken. Anleger werden sich zunehmend bewusst von der zerstörerischen Kraft des Geldes, aber auch dessen potenziellen Gestaltungsmacht. Zu oft legen wir unser Geld bei irgendeiner Bank an, ohne genau zu wissen für welche Zwecke es eingesetzt wird. bettervest bietet Menschen die Möglichkeiten bewusst ihr Geld in nachhaltige und mehrwertige Projekte einzusetzen – das finde ich hervorragend! Darüber hinaus ist das Konzept des Crowdfundings eine spannende Alternative und eine ideale Lösung für ein Problem das kollektiv, über jahrzehnte hinweg, erzeugt wurde.

Als ich auf bettervest traf war mir klar dass ich hier meinen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende leisten kann. Mein Ziel als Marketing-Kraft ist es die Bettervest-community zum wachsen zu bringen – the more the merrier! Ich freue mich Teil eines dynamisches Teams zu werden und mich einer bedeutenden Bewegung anzuschließen.

Wenn ich mich mal nicht mit Nachhaltigkeit beschäftige, bin ich künstlerisch tätig, gehe ins Theater oder spiele Badminton.

Beste Grüße an die Crowd!

 

astrid-kopie

Fragen zum aktuellen REDO Projekt in Ungarn

Liebe bettervestoren,

bei dem Wasserdesinfektionsprojekt in Ungarn handelt es sich um ein neues, spannendes Thema: es geht um die Hebung von Energieeffizienzpotentialen im Wassersektor.

Auch wenn es weitgehend unbekannt ist: Die Wasserwirtschaft zählt weltweit zu den großen Energieverbrauchern, bspw. durch den Einsatz energiefressender alter Wasserpumpen in Wasserwerken, Kraftwerken und in der Landwirtschaft; durch Trinkwasserdesinfektion mittels Erhitzung von Wasser im Leitungsnetz von Gebäuden bzw. durch das Abkochen in privaten Haushalten von Schwellenländern. Die Liste ließe sich lange fortführen.
Die Verbindungen zwischen den beiden Infrastrukturbereichen Energie und Wasser sind vielfältig. Welchen erheblichen Beitrag die Wasserwirtschaft zur Erreichung der CO2 Milleniumsziele leisten könnte, ist derzeit ein Thema, das sich eher in der Entwicklung befindet und noch lange nicht ausgeschöpft und erschlossen ist.

Und diesem Potential wollen wir (bettervest & Grasshopper) uns künftig verstärkt widmen: „Water meets Energy“ oder „Water needs less Energy“ – diese Sätze sind aus der Zusammenarbeit zwischen bettervest (Energie) und Grasshopper Investments (Wasser) entstanden und beschreiben unseren gemeinsamen Ansatz. Das Ungarn Projekt ist das erste aus dieser Kooperation hervorgegangene Projekt. Und es bleibt spannend, die Details weiterer Projektkonzepte werden heute noch nicht verraten.
Das aktuelle bettervest Projekt in Ungarn betrifft den Fall: Energieeffizienz im Wassersektor durch ein energieeffizientes Desinfektionsverfahren für Trinkwasser in Gebäuden.

Wir haben seit Beginn des Projekts vor ca. einer Woche Rückfragen erhalten, diese gesammelt und möchten Euch die wichtigsten Fragen und Antworten zusammenfassend darstellen:

1. Die eingesetzte Technologie: das REDO Desinfektionsverfahren

Das REDO Verfahren beruht auf einer fortentwickelten Form der Membranelektrolyse. Elektrolyse ist dabei nicht die Innovation. Die Besonderheit liegt in dem Zusammenwirken von sechs aktiven Substanzen. Hierdurch werden die Nachteile anderer Desinfektionsverfahren eliminiert oder minimiert. Bereits 2004 wurde REDO für dieses Verfahren vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit mit dem Bundesinnovationspreis ausgezeichnet.

Herr in der Mitte: Attila Galambodi, Geschäftsführer REDO

Herr in der Mitte: Attila Galambodi, Geschäftsführer REDO bei der Pressekonferenz der ungarischen Universitätsklinik Pecs zur Einführung des REDO Verfahrens (2016)

Um die Vorteile des REDO Verfahrens zu verstehen, muss man die Nachteile anderer Desinfektionsverfahren kennen. Daher nachfolgend ein grober Überblick zum Verfahrensvergleich:

Verfahrensüberblick

Verfahrensüberblick

Grundsätzlich geht es bei REDO um Trinkwasserdesinfektion, also die Beseitigung von mikrobiologischen Belastungen, insbesondere Krankheitserregern, somit auch Legionellen. Dies ist nicht zu verwechseln mit der Beseitigung der vielfältigen chemischen Belastungen, die im Wasser vorhanden sein können, wie bspw. Uran, Fluoride oder Arsen, hierfür existieren andere Verfahren.

Die wesentlichen Vorteile des REDO Desinfektionsverfahrens in Kurzform:

• keine Gefahrenstoffe im Prozess und bei der Anwendung bei zugleich sehr starker Desinfektionswirkung
• Minimierung krebserregender Nebenprodukte der Desinfektion
• langer sog. Depoteffekt und Beseitigung von Biofilmen
• stabiler Prozess und einfache Bedienung
• lange Lebensdauer
• keine Korrosion aufgrund PH-neutraler Desinfektion
• keine laufende Überwachung nötig
• geeignet zum Einsatz in Schwellenländern und unter Extrembedingungen

Alle technisch und naturwissenschaftlich Begeisterten unter den bettervestoren, die tiefer einsteigen wollen, können sich für Detailfragen zur Verfahrenstechnik, Wasserchemie, Mikrobiologie oder Medizin direkt an Frau Mareen Schneider von Grasshopper Investments unter schneider@grasshopper-investments.com wenden.

2. Praxisbeispiele für REDO Projekte und Referenzen

• Bspw. Airbus nutzt REDO in Europa und China seit 2005, Boeing seit 2015. Die beiden Weltmarktführer im Flugzeugbau haben das
Verfahren eingehend geprüft, ehe es in einem hochsensiblen technischen Bereich wie der Flugzeugfertigung zur Anwendung
freigegeben wurde.
• Beispiele für den Frankfurter Raum: Der Flughafen Hahn nutzt REDO seit über 10 Jahren; die Apo Bank setzt REDO seit vielen
Jahren ein und hat nach und nach alle ihre Gebäude in Deutschland ausgestattet.
• Es gibt mobile REDO Anlagen, u.a. die Hilfsorganisation ADRA nutzt solche Anlagen seit Jahren bei Katastrophen, bspw. nach dem
Tsunami in Indonesien oder dem Erdbeben in Haiti kamen mobile REDO Anlagen, unter Extremverhältnissen, erfolgreich zum Einsatz
• Grasshopper Investments arbeitet seit 2011 mit REDO und hat gemeinsame Projekte in 12 Ländern realisiert (primär
Schwellenländer).
• Insgesamt gibt es ca 700 REDO Installationen in 32 Ländern und unterschiedlichsten Anwendungsbereichen (insbesondere
Wasserwerke, Krankenhäuser, größere Gebäude und Landwirtschaft, daneben bspw. auch Nahrungsmittelverarbeitung, verschiedene
Industrieanwendungen und Schwimmbäder)

Weitere Projektbeispiele finden Sie außerdem in der REDO Broschüre in der Projektbeschreibung unter diesem Link: https://www.bettervest.com/projekt/Wasserdesinfektion-RedoSystem-Ungarn-Grasshoper#dateien

3. Betrieb & Wartung der Anlage

REDO Anlagen werden einmal pro Jahr standardmäßig gewartet. Sie laufen vollautomatisch. Es muss lediglich das Salz für die Produktion der Desinfektionslösung nachgefüllt werden. REDO ist in Ungarn mit einer Tochtergesellschaft vertreten und jederzeit verfügbar. Die Installation der Dosierstationen bei Endkunden wird ebenfalls von REDO direkt und durch Fachtechniker erfolgen. Dies ist in den Kosten für die Dosierstationen von 3.000 EUR je Kunde (siehe Angebote bettervest Projektbeschreibung) bereits einkalkuliert. Für das Projekt sind 1 – 1,5 Mitarbeiter eingeplant, die keinerlei besondere Ausbildung benötigen. Der Kunde bekommt das Desinfektionsmittel geliefert und muss es lediglich in den Vorratsbehälter einfüllen. Die Dosierung in seinen Wasserkreislauf erfolgt automatisch.

4. Legionellen & Markt in Ungarn

In Ungarn gibt es eine neue Legionellengesetzgebung und damit Handlungs- und Investitionsdruck im ganzen Land.
Legionellen sind hartnäckig. Andere Desinfektionsverfahren wie auch Chlor versagen häufig bei dem Versuch Legionellen zu beseitigen. Oft liegt es daran, dass diese den sog. Biofilm in den Leitungen nicht abbauen können, der zu einer ständigen und schnellen Wiederverkeimung führt. Die verbreitete thermische Desinfektion führt lediglich zu einer punktuellen Verminderung des Legionellenbestands. Nach der Aufheizung vermehren sich die Legionellen sofort wieder, durch den Zufluss neuen verkeimten Wassers ins Leitungsnetz oder durch Legionellenbestände im Biofilm.

Somit besteht in Ungarn derzeit eine besonders gute Marktsituation durch:
• regulatorischen Druck
• eine besonders gute und ausgereifte Technologie für die Lösung des Problems
• ein vorfinanziertes Kundenangebot auf Basis eines Liefer- und Mietmodells, um auch kleinere Einheiten bedienen zu können

5. Aktuelles bettervest Projekt und Konzept

Das aktuelle bettervest Projekt ist nicht ein singuläres und alleinstehendes Projekt in Ungarn. Es gibt dort größere Kunden, die sich eine eigene komplette Anlageninstallation leisten können und diese kaufen. Die beiden wichtigsten Universitätskliniken des Landes haben sich nach Ausschreibungen und Verfahrensvergleichen gerade für REDO zur Lösung des Legionellenproblems entschieden.

Generaldirektor der Universtitätsklinik Pecs

Generaldirektor der Universitätsklinik Pecs

Darüber hinaus gibt es in Ungarn bereits REDO Installationen in Wasserwerken, der Nahrungsmittelindustrie, Landwirtschaft und in Schwimmbädern.
Viele kleinere Einheiten (insbesondere Schulen, Kindergärten, kleinere Krankenhäuser und staatliche Einrichtungen) können sich die Investition in eine eigene komplette Desinfektionsanlage jedoch nicht leisten, benötigen aber dennoch eine Lösung.

Nicht nur für Ungarn haben wir daher dieses neue Projektmodell entwickelt, das auch kleineren Einheiten eine effiziente Trinkwasserdesinfektion ermöglicht, sondern auch für Gebiete wie Asien. Kleinere Einheiten mit geringen Wassermengen müssen keine eigene Anlage erwerben, sie werden stattdessen mit einem effizienten und gefahrlosen Desinfektionsmittel beliefert und mieten die Dosierstation (bedeutet: null Invest erforderlich).

Das bettervest Projekt betrifft lediglich das „erste Kundencluster“ im Raum Budapest. Es ist vorgesehen, dieses Liefermodell an weiteren Standorten in Ungarn und Asien aufzubauen.

6. Wasserdesinfektion & CO2-Ersparnis

Dass Gebäude mit der üblichen thermischen Desinfektion einen recht hohen Energieverbrauch haben, war zwar klar, aber nach Erstellung des Gutachtens zum Verfahrensvergleich war Grasshopper Investments selbst überrascht von der Größenordnung der CO2 Ersparnis (knapp 290 Tonnen CO2-Einsparung jährlich). Ein von Grasshopper in diesem Zusammenhang ergänzend zum ungarischen Gutachten konsultierter Wasserexperte einer deutschen Universität meinte dazu „Wenn REDO Legionellen beseitigen kann, dann ist das ein CO2 Hammer“.

Der Fokus von Grasshopper Investments lag bisher auf der Konzeption und Finanzierung von Wasserprojekten in Schwellenländern. Erst durch das Zusammentreffen mit bettervest wurde das Thema Energieeffizienz und CO2 Ersparnis in die Konzeption von Wasserprojekten integriert.
Gemeinsam mit bettervest will Grasshopper Investments auch kleineren Kunden den Zugang zur REDO Technologie verschaffen und dazu beitragen, das enorme Potential an CO2-Einsparungen im Wassersektor zu entdecken und zu realisieren.

Hier geht’s direkt zum Projekt:
https://www.bettervest.com/projekt/Wasserdesinfektion-RedoSystem-Ungarn-Grasshoper

Unsere neue Auszubildende im Bereich Office-Management stellt sich vor

Hallo liebe bettervest-Community!

Ich heiße Suzana Ruzek und ich habe bettervest vor ca. 1 ½ Monaten in meinem zweiwöchigen Praktikum im Bereich Office-Management kennenlernen dürfen. Da mich sowohl das Unternehmen, sowie der Aufgabenbereich als auch das Team sehr überzeugt haben, war meine Entscheidung klar: „Ich möchte meine Ausbildung bei bettervest machen!“ Gesagt wie getan, nun bin ich glückliche Azubine als Kauffrau für Büromanagement. J

Da meine Intention und mein Interesse schon immer sehr groß für den Bereich Marketing und Vertrieb war und ist, habe ich die Möglichkeit erhalten meinen Schwerpunkt auch entsprechend auszurichten. Ich denke besonders auf dieser Ebene sehe ich eine große Chance sehr viel zu lernen und mich weiterzuentwickeln. Des weiteren werde ich im Back-Office und für diverse weitere Aufgaben tätig sein.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Team, unseren Projektinhabern und bettervestoren. Ich denke, dass noch ein paar spannende und schöne Projekte auf uns warten und freue mich diese mit dem Team an den Start zu bringen. YEAH! J J

 

Energiereiche Grüße

Suzana de bettervest

 

Suzana Ruzek, Juni 2016

Suzana Ruzek, Juni 2016

Ein Marktplatz für nachhaltige Ideen: energieloft

 

Hallo Florian,

bitte stell uns zunächst dein Startup in einem Tweet vor: 

„energieloft ist ein Marktplatz zur Vermittlung von Projektenpartnern zwischen Unternehmen, StartUps & Forschung in der Energiebranche.“

 

energieloft_team

energieloft Team, v.l.n.r. Florian Feuer, Philipp Bischoff, Christopher Stirner, Sara Rodriguez, Sven Pietsch

Was genau ist das soziale / ökologische Problem, das du lösen willst?

Täglich entstehen viele innovative Ideen in Forschungsinstituten. Diese Ideen werden in der Praxis jedoch oft nicht umgesetzt, da passende Projektpartner aus der Wirtschaft nicht bekannt sind und die Partnerakquise sich sehr aufwendig gestaltet. Die Beschleunigung und Verbesserung des Forschungstransfers ist insbesondere mit Hinblick auf die Energiewende und den Klimawandel unumgänglich. Auf der anderen Seite entwickeln Gründer mit ihren StartUps innovative Produkte und Lösungen, die ohne Pilotkunden und Kooperationspartner oft scheitern.

 

Und jetzt noch mal etwas genauer, wie funktioniert dein Konzept?

energieloft_lösung
energieloft, das digitale Innovationsnetzwerk der Energiebranche ermöglicht
mit dem energieloft-Projektmarktplatz die Vermittlung von Projekt- und Kooperationspartnern zwischen Unternehmen, StartUps und Forschungsinstituten. Der eigens entwickelte Matching-Algorithmus, der sich eine Unterteilung der gesamten Energiebranche in über 3500 Segmente zu Nutze macht, ermöglicht eine
automatisierte und effektive Vermittlung.
Unternehmen, StartUps oder Forschungsinstitute stellen eine Beschreibung ihrer Idee ein und ordnen diese Idee über die Segmentierungslogik einem oder mehreren Segmenten zu. Nutzer mit passenden Interessen werden anschließend automatisiert benachrichtigt.

 

Und jetzt noch ein paar Worte zu dir und deinen Mitgründern. Warum seid ihr die richtigen für die Umsetzung?

Seinen Ursprung hat energieloft in einem Projekt von Studenten der RWTH Aachen mit dem Ziel, mehr Transparenz in die Energiewende zu bringen. Sven Pietsch (Absolvent Energietechnik) hat zusammen mit Philipp Bischoff (Studium Informatik) im Laufe des Jahres 2015 die ursprünglichen Ideen weiterentwickelt und den ersten Internetauftritt von energieloft geschaffen. Nach der Gründung im August 2015 sind Anfang 2016 Florian Feuer (Absolvent Wirtschaftsingenieurwesen), Christopher Stirner (Student Chemie) und Patrick Schumacher (Absolvent Studium Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, mehrere Jahre Mitarbeit bei einem Fraunhofer Institut) zum Team dazu gestoßen. Die verschiedenen Erfahrungen und Hintergründe der Teammitglieder sind starke Säulen für den erfolgreichen Aufbau von energieloft. Das Team von energieloft vereint die Vision, durch eine bessere Vernetzung in der Energiebranche den Technologietransfer und Innovationsprozess zu verbessern und somit die Energiewende beschleunigen zu können.

 

Anhand von welchen Zahlen lässt sich das Problem messen, bzw. wie wirst du messen, ob dein Ansatz erfolgreich dazu beiträgt das Problem zu lösen?

Alleine in Deutschland existieren im Energiesektor rund 400 Forschungsinstiute, 500 StartUps und über 60.000 Unternehmen, deren Innovationsfähigkeit und Erfolg durch wertvolle Kooperationen verbessert werden kann. Bei einer europaweiten Betrachtung vervielfacht sich das Potenzial für das Konzept von energieloft. Die Anzahl eingestellter Projektideen und die Anzahl von Kontaktaufnahmen über den energieloft Projektmarktplatz sind ein guter Indikator für den Erfolg von energieloft.

 

Was genau ist das Geschäftsmodell, also wie verdienst du damit Geld?

Für 2016 ist der energieloft-Projektmarktplatz kostenlos nutzbar. Danach wird das Einstellen von Projektideen im Rahmen eines Freemium-Angebots kostenlos bleiben. Einstellende Nutzer werden die Möglichkeit für kostenpflichtige Premium-Funktionen bekommen. Projektideen werden weiterhin kostenlos einsehbar sein. Interessierte Nutzer werden jedoch für den konkreten Kontakt zu einer Projektidee bezahlen müssen. Darüber hinaus gibt es Flatrate-Pakete für Unternehmen. Für StartUps und Forschungsinstitute plant energieloft das Angebot kostenlos zu halten. Mittel- bis langfristig wird energieloft das Geschäftsmodell mit Hilfe von neuen Produkten und entsprechenden Erlösmodellen erweitern.

 

Wo stehst du jetzt gerade mit der Umsetzung deiner Idee?

Über 400 Nutzer sind bereits auf energieloft registriert und haben bereits über 30 Projektideen und Kooperationsgesuche eingestellt.

 

Was sind die nächsten Schritte?

Bis Ende des Jahres 2016 ist das Ziel, über 100 Projektideen für den energieloft-Projektmarktplatz zu gewinnen. Der Bekanntheitsgrad und die Nutzeranzahl von energieloft sollen 2017 stark ansteigen. Für 2018 und die Folgejahre ist die Expansion nach ganz Europa geplant. Langfristig will energieloft durch die Vermittlung von passenden Projektpartnern einen wertvollen Beitrag zum Erfolg der Energiewende leisten.

 

Und wie setzt du ganz persönlich im Alltag Nachhaltigkeit in deinem Leben in den Bereichen Energie, Konsum, Finanzen, etc. um?

Das energieloft-Team nutzt öffentliche Verkehrsangebote sowie Car- und Ride-Sharingangebote um sich möglichst nachhaltig fortzubewegen und ist zudem darauf bedacht, keine Lebensmittel oder andere Ressourcen wie Energie zu verschwenden.

 

Welche Herausforderung, die du noch zu meistern hast, ist die größte?

Als Netzwerkplattform ist für energieloft die größte Herausforderung eine große Nutzermasse zu gewinnen und möglichst viele Projektideen einzusammeln.

 

Stelle der bettervest-Crowd eine Frage oder äußere eine Bitte, wie dir unsere nachhaltig engagierten bettervestoren behilflich sein können.

Liebe bettervest-Crowd, wenn Ihr mit uns den Innovationsprozess in der Energiebranche beschleunigen und damit eine erfolgreiche Energiewende möglich machen wollt, dann registriert Euch als Mitarbeiter eines Unternehmens, StartUps oder Forschungsinstituts, stellt Eure Projektpartner- und Kooperationsgesuche auf energieloft ein und sprecht über uns.